Was macht ihr als Web-Analytics-Agentur?
Eine Web-Analytics-Agentur sorgt dafür, dass die Daten einer Website vollständig, auf Basis gültiger Einwilligungen und auswertbar erfasst werden. Dazu gehören die technische Messung (Tracking und Data Capturing), die Einwilligung der Nutzer:innen (Consent-Management), die Zusammenführung der Datenquellen und die laufende Auswertung. Bei adsuits umfasst der Bereich alle vier Aufgaben, intern läuft er unter Data & Insights.
Arbeitet ihr mit serverseitigem Tracking?
Ja, serverseitiges Tagging ist bei uns Standard. Der Google Tag Manager wird von einem eigenen Server geladen, Events laufen über einen eigenen Server, etwa auf Google Cloud Run, und gehen von dort an Google Ads und Analytics. Das macht die Messung robuster gegenüber Tracking Prevention und gibt dir mehr Kontrolle darüber, welche Daten wohin fließen. Auch serverseitig gilt: Für die Weitergabe an Dritte, einschließlich Cloud-Servern, braucht es in der Regel eine Einwilligung. Welche Architektur in deinem Fall sinnvoll ist, klären wir im Audit.
Ist euer Tracking-Setup datenschutzkonform?
Datenschutzkonform wird ein Setup nicht durch ein Tool, sondern durch Konfiguration, Einwilligung und klare Verantwortlichkeiten. Wir arbeiten mit Consent-Lösungen wie Usercentrics und JENTIS und sind für diese Tools zertifiziert. Vor dem Start klären wir mit dir, wer wofür verantwortlich ist und welche Daten mit welcher Einwilligung weitergegeben werden. Profitwerte sind keine personenbezogenen Daten. Für Verbindungen zu Drittanbietern, auch zu Cloud-Servern, braucht es in der Regel trotzdem eine Einwilligung. Zusätzlich haben wir einen zertifizierten Datenschutzexperten im Haus, der mit deinem Datenschutzbeauftragten direkt spricht. Die rechtliche Bewertung deines konkreten Setups bleibt Sache deines Datenschutzbeauftragten, wir liefern die technische Grundlage und die Dokumentation dafür.
Was macht ihr, wenn nach einem Relaunch die Zahlen nicht mehr stimmen?
Nach einem Relaunch prüfen wir zuerst, welche Ereignisse noch ausgelöst werden, welche Container mitgezogen wurden und wo die Messung abgerissen ist. Häufige Ursachen sind eine veränderte Lade- oder Blockierreihenfolge, etwa durch einen zusätzlichen Pixel, oder ein Data Layer, der zurückgesetzt wird. Danach stellen wir die Messung wieder her und dokumentieren, was sich geändert hat.
Welche Tools setzt ihr ein?
Wir arbeiten unter anderem mit Google Analytics, Google Tag Manager, serverseitigem Tagging über Google Cloud Run, Usercentrics, JENTIS und BigQuery. Visualisiert wird in Looker Studio (ehemals Data Studio). Wo es sinnvoll ist, setzen wir eigene ML-Modelle ein, zum Beispiel für dynamische Steuerungsmodelle wie Weather-Based Bidding.
Kann ich Tracking und Webanalyse auch ohne Kampagnenbetreuung buchen?
Ja. Wir nutzen den Bereich intern für alle unsere Performance-Projekte und bieten ihn gleichzeitig als eigenständige Leistung an. Ob deine Kampagnen von uns oder von jemand anderem betreut werden, ändert daran nichts.
Lohnt sich Profit-Tracking für meinen Shop?
Profit-Tracking lohnt sich, wenn deine Margen von Produkt zu Produkt variieren. Bei einheitlichen Margen bringt es keinen Mehrwert, dann reicht ein sauberes Umsatz-Tracking mit zurückgespielten Stornos und Retouren. Voraussetzung ist, dass Profit- oder Margenwerte in deiner Warenwirtschaft gepflegt und zum Kaufzeitpunkt verfügbar sind. Profit-Tracking ist ein wichtiger Hebel, wirkt aber erst, wenn serverseitiges Tagging, saubere Daten, die Verarbeitung von Stornos und ein funktionierender Consent zusammenspielen.
Wie lange dauert die Einrichtung, und was kostet sie laufend?
Ein typisches Setup ist in einem halben bis zwei Tagen implementiert. Projekte mit vielen Subdomains, Funnels oder unterschiedlichen Checkouts brauchen deutlich länger. Danach läuft das neue Tracking mindestens 30 Tage beziehungsweise über die Attributionsphase parallel zum bisherigen, bevor wir umstellen. Laufende Kosten entstehen vor allem durch Tool-Lizenzen. Wie hoch sie sind, hängt von deinem Setup ab und steht nach dem Audit fest.